Die Quaggamuschel

Die Muschel sorgt für massive Probleme in unseren Seen

Die Quaggamuschel (Dreissena rostriformis bugensis) ist eine invasive Süßwassermuschel, die ursprünglich aus dem Schwarzmeer- und Kaspischen Meerraum stammt. Inzwischen breitet sie sich in vielen europäischen Gewässern aus und wurde auch im Fünf-Seen-Land nachgewiesen. Aufgrund ihrer hohen Fortpflanzungsrate kann sie innerhalb kurzer Zeit große Bestände bilden.

Warum ist die Quaggamuschel problematisch?

Die Quaggamuschel verändert das ökologische Gleichgewicht von Seen und Flüssen. Als Filtrierer entzieht sie dem Wasser Plankton und andere Schwebstoffe, die zahlreichen heimischen Tierarten als Nahrungsgrundlage dienen. Gleichzeitig besiedelt sie große Bereiche des Gewässergrundes, verdrängt heimische Muschelarten und kann sich auf deren Schalen anheften.

Auch für den Menschen hat ihre Ausbreitung Folgen: Sie kann Wasserleitungen und technische Anlagen beeinträchtigen, Boote besiedeln und durch ihre scharfkantigen Schalen das Verletzungsrisiko an Badestellen erhöhen.

Die Larven der Quaggamuschel sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen und können leicht zwischen Gewässern verschleppt werden. Boote, SUPs, Kajaks sowie Angel-, Tauch- und anderes Wassersportequipment spielen dabei eine wichtige Rolle, wenn sie ohne Reinigung von einem Gewässer zum nächsten gelangen.

So können Sie helfen!

Mit wenigen einfachen Maßnahmen können Sie dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung zu verhindern: Kontrollieren Sie Ihre Ausrüstung nach jedem Einsatz, entfernen Sie Muscheln und Pflanzenreste, lassen Sie Restwasser vollständig ab und reinigen sowie trocknen Sie alle Ausrüstungsgegenstände gründlich, bevor sie in einem anderen Gewässer genutzt werden.

Vorbeugung ist der wirksamste Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Quaggamuschel. 

Vielen Dank, dass Sie mithelfen, unsere heimischen Gewässer und ihre Artenvielfalt zu erhalten.

 

So sieht die Quaggamuschel aus:

So sieht die Quaggamuschel aus:

Die KLAR-Regeln sind einfache Vorsichtsmaßnahmen, um die Verschleppung invasiver Arten zu verhindern:

KONTROLLIEREN

War die Ausrüstung in den letzten fünf Tagen in einem anderen Gewässer? Dann sind Maßnahmen notwendig!

LEEREN

Jegliches Restwasser aus Booten oder Ausrüstungsteilen vollständig entleeren.

ABSPÜLEN

Die gesamte Ausrüstung gründlich mit Leitungswasser (am besten heißes Wasser > 60°C) reinigen und mit einem Tuch abtrocknen.

RUHEN LASSEN

Die Ausrüstung mindestens fünf Tage vollständig trocknen lassen. Bei Sonnenschein und hohen Temperaturen können die Larven nicht länger als fünf Tage überdauern.

Weitere Informationen finden Sie hier:

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