Unsere heimischen Helden

Superkräfte der Natur
Viele heimische Tiere haben ganz besondere Fähigkeiten, die ihnen helfen zu überleben – und ganz nebenbei auch unsere Natur im Gleichgewicht halten. Doch diese Helden bleiben oft unbemerkt, weil sie versteckt leben oder sehr klein sind oder wach sind, wenn wir schlafen.
Deshalb gibt es jetzt eine besondere Möglichkeit, sie kennenzulernen: Auf großformatigen, anschaulichen Postern werden sie als echte Superhelden präsentiert – mit all ihren einzigartigen Kräften. Die Poster sollen vor allem Kinder dazu einladen, diese faszinierenden Tiere selbst in unserer Natur zu entdecken und zu staunen, was sie alles können.
Der QR-Code auf den Postern führt direkt zu den Superhelden mit ausführlicheren Informationen für alle, die noch tiefer in die Welt der heimischen Helden eintauchen wollen.
Denn wer genau hinschaut, erkennt:
Unsere Natur steckt voller Überraschungen – und voller Superkräfte.
Der Rollinator – ein Recycling-Hulk der Natur
Der Rollinator – ein Recycling-Hulk der Natur
Unser Mistkäfer (Geotrupes stercorarius)
Mit ungeheurer Kraft und einer klaren Mission im Gepäck zieht der Mistkäfer (Geotrupes stercorarius) durch Wälder und Wiesen. Als "Rollinator" sorgt er im Verborgenen für Ordnung, Sauberkeit und gesunde Böden. Sein Werkzeug? Muskeln. Seine Superkraft? Recycling auf Champions-League-Niveau. Was auf uns wirkt wie Abfall, ist für ihn wertvoller Rohstoff – und für die Natur ein echter Gewinn.
Superkraft: Der Recycling-Hulk der Natur
Mistkäfer können das 50-fache ihres eigenen Körpergewichts bewegen! Übertragen auf den Menschen wäre das in etwa so, als würde jemand einen Kleinbus vor sich her rollen. Ihre Kraft nutzen sie, um Kot von Wild- oder Nutztieren zu Kugeln zu verarbeiten, diese wegzurollen und unter der Erde zu vergraben. Diese Vorräte dienen später als Kinderstube und Nahrungsquelle für ihre Larven – ein biologisches Recyclingsystem mit eingebauter Düngemittelfunktion.
Besonderheiten
- Kraftpaket im Mini-Format
Mit ihren kräftigen Vorderbeinen graben Mistkäfer bis zu einen Meter tief in die Erde – ideal, um dort ihre Dungkugeln sicher zu verstauen. Ihre Körperform ist dafür perfekt angepasst: gedrungen, robust und aerodynamisch gebaut. - Nachtaktive Sammler
Mistkäfer sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Sie nutzen ihren ausgeprägten Geruchssinn, um frischen Dung in der Umgebung aufzuspüren – möglichst bevor andere Insekten ihn entdecken. - Orientierung am Sternenhimmel
Forscher haben herausgefunden, dass Mistkäfer sich nachts sogar an der Milchstraße orientieren können, um ihre Dungkugeln auf direktem Weg ins Versteck zu bringen – ein faszinierendes Navigationssystem auf sechs Beinen.
Fun Fact
Mistkäfer sind nicht allein unterwegs: An ihrem Bauch und unter den Flügeldecken reisen häufig winzige Milben mit. Diese nutzen die Käfer wie ein Taxi zum nächsten Dung-Hotspot. Der Mistkäfer duldet seine kleinen Mitfahrer, denn sie fressen Schimmelpilze und Parasiten aus dem Kot – ein nützlicher Kommensalismus mit Fahrgemeinschaft und Reinigungsdienst in einem.
Rolle im Ökosystem
Der Mistkäfer ist ein unverzichtbarer Mitarbeiter im Naturhaushalt. Durch das Vergraben von Tierkot sorgt er für die natürliche Düngung des Bodens, fördert die Durchlüftung und Wasserspeicherung und trägt dazu bei, Krankheitserreger zu reduzieren. Gleichzeitig beseitigt er Nahrungsquellen für Fliegen und Parasiten.
Der Ground Braker - ein Bodenbelüfter mit Düngemittelfabrik
Der Ground Braker - ein Bodenbelüfter mit Düngemittelfabrik
Unser Regenwurm (Lumbricus terrestris)
Er lebt im Verborgenen, doch ohne ihn wäre unser Boden leblos: Der Regenwurm (Lumbricus terrestris) ist ein unverzichtbarer Architekt des Erdreichs. Mit seiner unermüdlichen Arbeit sorgt er für fruchtbare Böden und ein gesundes Ökosystem.
Bodenbelüfter und Düngemittelfabrik
Regenwürmer graben kontinuierlich ein weitverzweigtes Netz von Gängen, das den Boden auflockert und belüftet. Diese Tunnel ermöglichen es, dass Wasser effizient versickert und Wurzeln besser mit Sauerstoff versorgt werden. Durch das Verschlingen von organischem Material und dessen Umwandlung in nährstoffreichen Humus verbessern sie die Bodenstruktur erheblich. Pro Hektar produzieren Regenwürmer jährlich zwischen 40 und 70 Tonnen Kot, der reich an Stickstoff, Phosphor und Kalium ist.
Geheime Kraft unter unseren Füßen
In einem Quadratmeter fruchtbarem Boden leben etwa 100 Regenwürmer. Diese unsichtbare Gemeinschaft arbeitet Tag und Nacht daran, den Boden zu durchmischen, organisches Material abzubauen und die Fruchtbarkeit zu steigern. Ohne ihre Tätigkeit würden viele Pflanzen nicht gedeihen, und die Landwirtschaft stünde vor erheblich mehr Herausforderungen.
Regeneration mit Grenzen
Regenwürmer besitzen fünf Herzpaare und eine bemerkenswerte Regenerationsfähigkeit. Wird ein Wurm verletzt, kann er unter bestimmten Bedingungen verlorene Segmente nachbilden. Allerdings ist diese Fähigkeit begrenzt: Nur das Vorderteil mit den lebenswichtigen Organen kann weiterleben und regenerieren, während das hintere Teilstück ohne Mundöffnung nicht überlebensfähig ist.
Schlüsselrolle im Ökosystem
Regenwürmer sind zentrale Akteure im Nährstoffkreislauf. Sie zersetzen organisches Material und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar. Ihre Gänge verbessern die Bodenstruktur und fördern die Aktivität nützlicher Mikroorganismen. In der Landwirtschaft gelten sie als Indikatoren für gesunde Böden und sind ein Zeichen für nachhaltige Anbaumethoden.
Fun Fact:
Regenwürmer haben keine Lunge – Sie atmen durch die Haut!
Ein Regenwurm darf nicht austrocknen, da seine Haut für die Atmung feucht sein muss. Wenn du also einen Regenwurm siehst, der nach dem Regen auf dem Gehweg liegt – er „schnauft“ gerade durch die Haut und sucht frische feuchte Erde und Schutz vor der Sonne und Fressfeinden. Hilf ihm gerne dabei.
Der Aqua Strike - ein Präzisionstaucher mit Turbo-Antrieb
Der Aqua Strike - ein Präzisionstaucher mit Turbo-Antrieb
Unser Eisvogel (Alcedo atthis)
Mit seinem leuchtend blauen Gefieder und der beeindruckenden Tauchgeschwindigkeit ist der Eisvogel (Alcedo atthis) ein wahrer Meister der Fischjagd. Sein eleganter Sturzflug ins Wasser und seine Fähigkeit, Beute mit nahezu hundertprozentiger Erfolgsquote zu ergreifen, machen ihn zu einem faszinierenden Bewohner unserer Gewässer.
Anatomie eines Stoßtauchers
Der schlanke Körperbau des Eisvogels, kombiniert mit speziellen Federn, ermöglicht ihm ein nahezu spritzfreies Eintauchen ins Wasser. Seine wasserabweisenden Federn halten ihn trocken, während seine kurzen, kräftigen Flügel für schnelle Beschleunigung sorgen. Beim Tauchen schützt eine durchsichtige Nickhaut seine Augen, sodass er unter Wasser klar sehen kann. Diese Anpassung erlaubt es ihm, selbst in trübem Wasser oder bei Wellengang erfolgreich zu jagen.
Hochleistungsjäger mit Familienpflichten
Während der Brutzeit sind Eisvogel-Eltern besonders gefordert: Ein einzelnes Küken benötigt, je nach Alter, täglich zwischen 12 und 18 kleine Fische. Bei einer Brut von sechs bis sieben Jungen bedeutet das für die Eltern, täglich über 50 Fische zu fangen – zusätzlich zu ihrem eigenen Nahrungsbedarf!
Optische Täuschung im Federkleid
Das auffällige Blau des Eisvogels entsteht nicht durch Pigmente, sondern durch Lichtbrechung an mikroskopisch kleinen Strukturen in den Federn. Diese sogenannten Strukturfarben reflektieren das Licht so, dass das Gefieder je nach Lichteinfall in verschiedenen Blautönen schimmert – ein faszinierendes Beispiel für optische Täuschung in der Natur.
Indikator für gesunde Gewässer
Der Eisvogel ist auf klare, fischreiche Gewässer mit natürlichen Uferstrukturen angewiesen. Seine Anwesenheit signalisiert daher ein intaktes Ökosystem. Als Fischjäger bevorzugt er oft kranke oder geschwächte Fische, wodurch er zur Gesunderhaltung der Fischpopulation beiträgt.
Fun Fact
Der Eisvogel nistet in selbstgegrabenen Brutröhren an Steilufern. Diese Tunnel können bis zu 90 Zentimeter lang sein und enden in einer Brutkammer. Nach der Aufzucht wird das Nest jedoch nicht gereinigt, sodass es für die nächste Brut unbrauchbar wird. Daher bauen Eisvögel für jede Brut eine neue Höhle.
Der Wood Warrior - mit Pressluftschnabel und Wohnbau-Talent
Der Wood Warrior - mit Pressluftschnabel und Wohnbau-Talent
Unser Schwarzspecht (Dryocopous martius)
Mit seinem pechschwarzen Gefieder und dem markanten roten Haarschopf ist der Schwarzspecht (Dryocopus martius) nicht nur optisch beeindruckend, sondern auch ein wahrer Baumeister des Waldes. Als „Woodwarrior“ gestaltet er mit seinem kraftvollen Schnabel Lebensräume für zahlreiche andere Arten und spielt eine zentrale Rolle im Ökosystem.
Hämmern mit Hochgeschwindigkeit
Der Schwarzspecht kann bis zu 17 Mal pro Sekunde mit seinem Schnabel gegen Baumstämme schlagen und erreicht dabei eine Aufprallgeschwindigkeit von etwa 25 km/h. Dank eines speziellen Stoßdämpfersystems, bestehend aus schwammigem Knochengewebe, flexiblen Halswirbeln und einem einzigartigen Zungenbein, werden die auftretenden Kräfte so verteilt, dass weder Gehirn noch Schädel dabei Schaden nehmen.
Meisterhafte Baukunst
Mit seinem kräftigen Schnabel meißelt der Schwarzspecht beeindruckende Höhlen in alte Bäume, insbesondere in Buchen. Diese Höhlen können bis zu einem Meter tief sein und bieten nicht nur ihm selbst, sondern auch zahlreichen anderen Tieren Unterschlupf. Seine Bauweise ist so durchdacht, dass beispielsweise das Einflugloch oft unter einem Baumpilz oder einem Rindenwulst liegt, die wie ein Vordach vor Regen schützen.
Klebrige Zunge mit Widerhaken
Die Zunge des Schwarzspechts ist lang, klebrig und mit Widerhaken versehen. Damit kann er Insekten und deren Larven aus tiefen Ritzen und Spalten im Holz herausziehen. Diese Fähigkeit macht ihn zu einem effektiven Schädlingsbekämpfer im Wald.
Wichtige Rolle im Ökosystem
Die vom Schwarzspecht geschaffenen Höhlen werden nach seiner Nutzung von über 50 anderen Tierarten übernommen, darunter Hohltauben, Raufußkäuze, Fledermäuse und sogar Waschbären. Indem er die Baumrinde aufhackt, hilft er zudem, Schadinsekten in Schach zu halten.
Fun Fact
Der Schwarzspecht verfügt über ein vielfältiges Repertoire an Lautäußerungen. Seine Rufe dienen nicht nur der Kommunikation mit Artgenossen, sondern auch der Reviermarkierung und Balz. Besonders markant ist sein Trommelwirbel, der in der Balzzeit zu hören ist.
Der Shadow Skimmer - präzise, schnell und ultrasonisch
Der Shadow Skimmer - präzise, schnell und ultrasonisch
Unsere Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)
Die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) ist ein faszinierender Jäger der Nacht. Mit ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten navigiert sie geschickt über Gewässeroberflächen und spielt eine bedeutende Rolle in unseren Ökosystemen.
Meisterhafte Echoortung
Dank ihrer hochentwickelten Echoortung kann die Wasserfledermaus in völliger Dunkelheit präzise jagen. Sie sendet Ultraschallrufe aus, die von Objekten reflektiert werden, und erstellt so ein akustisches Bild ihrer Umgebung. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihr, selbst kleinste Bewegungen auf der Wasseroberfläche wahrzunehmen und Insekten zielsicher zu orten.
Elegante Jagdtechniken
Die Wasserfledermaus jagt bevorzugt über ruhigen Gewässern, wobei sie in geringer Höhe von etwa 15 cm über der Oberfläche fliegt. Mit ihren großen Füßen und der Schwanzflughaut „fischt“ sie Insekten direkt von der Wasseroberfläche – ein Verhalten, das als „Trawling“ bekannt ist. Gelegentlich erbeutet sie sogar kleine Fische, wenn diese nahe an der Oberfläche schwimmen. Ihre Fluggeschwindigkeit variiert je nach Jagdgebiet: In offenen Bereichen fliegt sie schneller, während sie in engeren Räumen langsamer und wendiger agiert.
Wichtige Rolle im Ökosystem
Die Wasserfledermaus trägt erheblich zur Kontrolle von Insektenpopulationen bei. Ein einzelnes Tier kann pro Nacht bis zu 1.000 Mücken verzehren. Ihre Anwesenheit ist zudem ein Indikator für die Qualität von Gewässern, da sie nur in ökologisch intakten Habitaten jagt. Somit dient sie als Bioindikator für gesunde aquatische Ökosysteme.
Fun Fact
Wasserfledermäuse meiden Wasserflächen, die mit Entengrütze oder anderen schwimmenden Pflanzen bedeckt sind. Solche Oberflächen stören ihre Echoortung, da sie die Reflexionen der Ultraschallrufe verändern und somit die Ortung von Beute erschweren. Diese Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen der Wasseroberfläche zeigt, wie präzise ihre Sinneswahrnehmungen sind.
Der Flame Runner - ein lautloser Jäger der Nacht
Der Flame Runner - ein lautloser Jäger der Nacht
Unser Rotfuchs (Vulpes vulpes)
Mit seinem rötlich schimmernden Fell, der schmalen Silhouette und dem buschigen Schwanz gehört der Rotfuchs (Vulpes vulpes) zu den bekanntesten heimischen Wildtieren. Doch hinter dem vertrauten Erscheinungsbild verbirgt sich ein beeindruckendes Tier mit feinen Sinnen, blitzschnellen Reflexen und erstaunlicher Anpassungsfähigkeit – ein wahrer Superheld unserer Tierwelt.
Lautlos, schnell und präzise
Der Rotfuchs bewegt sich nahezu geräuschlos durch sein Revier. Mit einem gezielten Sprung packt er seine Beute – selbst dann, wenn sie unter einer dicken Schneeschicht versteckt ist. Das ermöglicht ihm eine Kombination aus feinem Gehör, perfektem Gleichgewichtssinn und herausragender Reaktionsgeschwindigkeit. Seine dreieckigen Ohren kann er unabhängig voneinander drehen und so selbst leiseste Geräusche punktgenau orten.
Sinne auf Spitzenniveau
Besonders beeindruckend ist der Geruchssinn des Rotfuchses – etwa 400-mal besser als der des Menschen. Damit spürt er Beutetiere, Aas oder Futterquellen schon aus großer Entfernung auf. Auch seine Augen sind auf das Sehen in der Dämmerung spezialisiert. Als überwiegend nachtaktives Tier ist er so optimal für die Jagd in den dunklen Stunden ausgerüstet.
Überlebenskünstler mit Anpassungstalent
Der Rotfuchs ist in ganz Deutschland verbreitet – sowohl in Wäldern, auf Feldern als auch in Städten. In urbanen Räumen hat er gelernt, sich unauffällig zu bewegen, Mülltonnen als Nahrungsquelle zu nutzen und dem Menschen aus dem Weg zu gehen. In den ausgeräumten, landwirtschaftlich intensiv genutzten Kulturlandschaften hat er es oft schwerer als in Gärten, Parks oder Siedlungsrändern. Sein Fell passt sich im Laufe der Jahreszeiten der Umgebung an – im Winter dichter und blasser, im Sommer schlanker und rötlicher.
Wichtiger Akteur im Ökosystem
Als Beutegreifer reguliert der Fuchs die Bestände von Mäusen, Kaninchen und anderen Kleintieren. Er frisst Aas und trägt dadurch zur Hygiene im Lebensraum bei. In Städten hilft er, Ratten- und Schädlingspopulationen zu kontrollieren. Gleichzeitig kann er aber auch Nester von Bodenbrütern plündern, was seine Rolle in der Natur nicht immer nur positiv erscheinen lässt – ein komplexes Gleichgewicht, das viele Wildtiere betrifft.
Fun Fact
Fuchswelpen nutzen ihre buschigen Schwänze als Kuschelkissen und Wärmedecke im Familienbau. Besonders in den ersten Lebenswochen sind sie stark auf Nestwärme angewiesen – der Schwanz hilft, die Körpertemperatur zu halten und gibt Geborgenheit.
Der Nut Ninja - ein Luftakrobat mit Supergedächtnis
Unser Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

Der Nut Ninja – ein Luftakrobat mit Supergedächtnis
Der Nut Ninja – ein Luftakrobat mit Supergedächtnis
Unser Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)
Mit seinem flauschigen Schwanz, den spitzen Ohren und den flinken Bewegungen ist das Eurasische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) ein vertrauter und dennoch faszinierender Bewohner unserer Wälder und Parks. Als „Nut Ninja“ beeindruckt es nicht nur durch akrobatische Fähigkeiten, sondern auch durch bemerkenswerte Intelligenz und eine bedeutende Rolle im Ökosystem.
Akrobat der Baumkronen
Eichhörnchen sind wahre Meister der Fortbewegung in luftiger Höhe. Mit kräftigen Hinterbeinen und scharfen Krallen ausgestattet, springen sie bis zu fünf Meter weit von Ast zu Ast. Ihr buschiger Schwanz dient dabei als Balancierhilfe und Steuerruder, ermöglicht schnelle Richtungswechsel und sorgt für Stabilität bei waghalsigen Sprüngen. Diese Fähigkeiten machen sie zu nahezu unfehlbaren Kletterern und Springern in ihrem Lebensraum.
Gedächtniskünstler mit Vorratssinn
In Vorbereitung auf den Winter vergräbt jedes Eichhörnchen bis zu 10.000 Nüsse und Samen an verschiedenen Orten. Dank ihres ausgezeichneten räumlichen Gedächtnisses finden sie einen Großteil dieser Vorräte auch unter Schnee wieder. Interessanterweise erinnern sie sich nicht nur an die Verstecke, sondern auch an die Qualität der Nahrung, was effizientes Wiederfinden ermöglicht.
Unbewusste Gärtner des Waldes
Man kann sich nicht alles merken…
Nicht alle vergrabenen Samen werden wiedergefunden. Diese „vergessenen“ Vorräte keimen im Frühjahr und tragen zur natürlichen Verjüngung des Waldes bei. So leisten Eichhörnchen einen unbeabsichtigten, aber wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Bäumen und Sträuchern und fördern die Biodiversität in ihren Lebensräumen.
Besonderheiten und Anpassungen
Eichhörnchen verfügen über drehbare Hinterpfoten, die es ihnen ermöglichen, kopfüber an Baumstämmen hinabzuklettern – eine Fähigkeit, die nur wenige Tiere besitzen. Zudem halten sie keinen Winterschlaf, sondern eine Winterruhe: Sie bleiben in kalten Monaten aktiv, verlassen jedoch seltener ihren Kobel und reduzieren ihre Aktivitäten, um Energie zu sparen.
Fun Fact
Eichhörnchen sind nicht nur Einzelgänger, sondern auch äußerst neugierig. Es wurde beobachtet, dass sie gelegentlich Gegenstände wie Decken oder Kleidung stehlen, um ihre Nester auszupolstern. Diese Diebstähle zeugen von ihrer Intelligenz und Anpassungsfähigkeit an urbane Umgebungen.





















